Smokers Passion
Smokers Passion

Vom Samenkorn bis zur Verarbeitung

 

Am Anfang steht wie bei jeder Pflanze das Samenkorn. Dieses braucht speziellen und vor allem unbehandelten Boden. Am besten beginnt man damit dort, wo noch nie zuvor eine solche Pflanze angebaut wurde. Dabei muss beachtet werden, dass die Tabakpflanze sehr viel Sonne bekommt, obwohl mittlerweile auch in Ländern wie Deutschland Tabak angepflanzt wird.

 

Der Anbau von Tabak gestaltet sich alles andere als einfach. Egal ob nun in Zentralamerika, Brasilien, oder selbst in Indonesien, die Pflanzen sind immer wählerisch und gedeihen nur dann perfekt, wenn die äußeren Umstände ihren Bedürfnissen angepasst werden.

 

Die Erde in die der Samen eingesetzt wird, sollte reichhaltig an Mineralien sein. Welcher Samen nun genutzt wird, bleibt dem Anbauer überlassen, jedoch wird der Geschmack der späteren Tabakwaren hier bereits geprägt. Auch die Farbe, Größe, oder aber Struktur, sind bereits im Samen festgelegt.

Warum die Natur dies in der Genetik festgelegt hat, wird ihr großes Geheimnis bleiben, dass wir dies jedoch wissen, können sich die Farmer des Tabaks zu Nutze machen.

 

 

Sortieren der Pflänzchen

 

Da wächst es nun das zarte Pflänzchen, vorsichtig schaut es zum ersten mal aus dem Boden hervor, um sich sofort von den Geschwistern trennen zu müssen. Man unterscheidet hier schon die Pflanzen, die später beispielsweise zu Deckblättern, oder aber auch Einlage und Umblättern werden sollen. Möchte der Farmer Premiumdeckblätter bekommen, so werden diese Setzlinge in kleinen Töpfen untergebracht, welche in Treibhäusern wo ein optimales Klima herrscht stehen. Auf diese Weise sind die Pflanzen vor verschiedensten äußeren Einflüssen geschützt.

 

Dort bleiben die Pflänzchen so lange, bis sie ungefähr 10 cm groß sind. Dies dauert meistens bis zu 45 Tage, dann jedoch kann das große Abendteuer auf dem Feld beginnen. Sind die Blätter nicht als Deckblatt gedacht, werden sie sofort in Beete gepflanzt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man damit weniger Arbeit hat, denn auch hier muss die Pflanze jeden Tag mit sehr viel Vorsicht behandelt werden. Dazu gehört unter anderem das korrekte Bewässern, aber auch das Jäten von Unkraut und Anfüllen von Erde. Da es bis zur Ernte ungefähr sechs Monate dauert, dürfen sich nur sehr erfahrene Menschen um die Aufzucht kümmern. Denn wenn man sich vor Augen hält das jeder dieser Menschen sich bis zu 170 mal um eine Pflanze kümmert, bis ihre Blätter abgeerntet werden, dass kein Tropfen Wasser zur falschen Zeit gegeben werden darf, muss er genügend Fachwissen haben, um diese schwere Aufgabe bewältigen zu können.

 

Mit Punktlandung zur Ernte

 

Auch bei der Ernte wird ein genauer Zeitplan eingehalten. Nicht nur der Monat muss hier stimmen, sondern bis auf die Stunde genau, wird sich an die Erntezeit gehalten. Dies hat einen ganz bestimmten Grund. Morgens hat die Tabakpflanze noch recht viel Feuchtigkeit in ihren Blättern, bevor die Sonne diese entzieht. Jedoch muss der Tau bereits abgetrocknet sein und auch Regen darf nicht fallen. Perfekt sind die Einflüsse, wenn ein leichter Wind weht, der zudem noch warm sein sollte.

 

Stimmen diese Einflüsse, kann es losgehen. Blatt für Blatt wird einzeln gepflückt. Doch nicht nur einfach so, sondern auch hier mit Hintergrundwissen. Zunächst einmal werden die unteren Blätter abgenommen, bevor man sich nach oben durcharbeitet. Dies geschieht jedoch an verschiedenen Tagen, so dass die Pflanze sich in der Zwischenzeit regenerieren kann. Denn nur dann wird sie ihre verbleibende Kraft, wieder in die noch vorhandenen Blätter stecken.

 

Veredeln, Trocknen und Lagern

 

Sofort nach der Ernte, werden die Blätter, meistens in einer Halle, oder in einem Schuppen zum Trocknen aufgehängt. Auch dabei handelt es sich um eine traditionsreiche Arbeit. Dabei werden immer fünf einzelne Blätter miteinander an hölzerne Stangen gebunden. Auf einem Holzstab haben circa 140 Blätter Platz, die später zu ungefähr zwanzig Zigarren werden.

 

Während der Trocknungsphase wird das satte Grün der Blätter in verschiedene Brauntöne umgewandelt. Dabei schauen die Arbeiter ganz genau auf das Klima, welches sich in den Räumlichkeiten ausbreitet, so dass die 90 Prozent der Feuchtigkeit in den Blättern auf 25 Prozent zurück geht.

 

Währenddessen werden die Blätter immer wieder von Hand geschüttelt, damit sie nicht mit anderen Blättern verkleben können. Da die Blätter später verschiedene Aufgaben haben, wurde jeder Aufgabe und somit jedem kleinen Bündel eine andere Farbe der Schnüre zugewiesen. Auf diese Weise, kennt jeder den Bestimmungsort, an dem es für die getrockneten Blätter weiter geht.

 

 

Fermentation und erneute Sortierung

 

Bei der Fermentation wird dem Blatt Wärme zugeführt. Dies bedeutet dann, dass Zucker, Nikotin und Eiweiß abgebaut werden können. Auch der sonst entstehende unangenehme Geruch löst sich förmlich in Luft auf. Das alles hat zur Folge, dass das Blatt nicht nur das eigentliche Aroma bekommt, sondern auch noch schön elastisch wird. Es braucht hierzu keinerlei Zusätze, sondern nur die Natur, die dafür sorgt, dass das Blatt später zu einer guten Zigarre wird.

 

Die richtige Fermentation ist schon eine Wissenschaft für sich, aber nicht nur das, sondern auch gleich eine anstrengende Aufgabe, denn nach 15 Tagen werden die gestapelten Blätter, die zusammen oft acht Tonnen wiegen umgebettet. Die Inneren nach außen und umgekehrt.

 

Zwar wurden die Deckblätter schon vor der Trocknung von den anderen getrennt, aber auch die anderen Blätter müssen nun passend sortiert werden. Dies wird dann jedoch nicht nur nach der Größe, oder der Dicke geschehen, sondern auch Konsistenz, Struktur, Farbe, Stärke und Qualität werden hier eine Rolle spielen. Das muss so sein, da sich genau hier entscheidet, welches Blatt später zu welchem Zigarrenformat gemacht wird. Hier ist auch die Farbgebung sehr wichtig, da man keine Mixturen duldet. Zwar ist kein Blatt farblich wie das andere, doch gibt es verschiedene Unterkategorien durch welche sich diese Blätter sortieren lassen.

 

Die Tabakblätter werden in Ballen verpackt und können sich nun ausruhen, diesen Prozess nennt man auch die Reifephase. Diese dauert ein Jahr und länger. In dieser Zeit schläft der Tabak sozusagen und wird danach aufgeweckt, indem man ihn vorsichtig anfeuchtet, um ihn auf die weitere Verarbeitung vorzubereiten.

 

 

Ab auf den Markt

 

Jedes Land hat seine eigene Art und Weise, wie sie eine Zigarre bearbeiten und vor allem rollen. Es gibt verschiedene Techniken, die man hier nutzen kann. Oft nutzt die rollende Person ein Blatt, manchmal ist dies jedoch auch zu klein und es müssen zwei verwendet werden. Die fertigen Zigarren können dann in eine Box, oder in einen Kasten gelegt werden und sind fertig für den Markt. Einzeln werden einige Zigarren jedoch auch häufig verkauft.